Wie lässt sich die Krankheit feststellen?

Die Alzheimer-Krankheit lässt sich inzwischen gut diagnostizieren. Dazu sollte der Arzt als erstes mit Ihnen und/oder Ihrem Angehörigen ein ausführliches Gespräch zur Krankheitsgeschichte und einen sog. “Screening-Test” durchführen. Ein häufig eingesetzter Test ist der Mini-Mental-State-Test (MMST). Dabei wird festgestellt, ob die typischen Symptome für eine Demenz vorliegen oder ob es sich um eine normale altersentsprechende “Vergesslichkeit” handelt.

Hält der Arzt eine Demenz für wahrscheinlich, führt er eine umfassendere körperliche und psychiatrische Untersuchung durch.
Bluttests, Röntgen und weitere Untersuchungen sollen andere körperliche und seelische Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausschließen. Verschiedene psychologische Tests helfen, Fähigkeiten und Einbußen genau zu beschreiben. Schließlich zeigen bildgebende Verfahren wie die Computer- oder Kernspin-Tomographie des Gehirns, wie weit die Demenz fortgeschritten ist, und ob noch andere Erkrankungen vorliegen.
Um diese sog. Differentialdiagnostik zu erstellen, überweist der Hausarzt Sie oder ihren Angehörigen an einen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie oder an spezielle Einrichtungen für die Abklärung von Demenzerkrankungen. Diese heißen “Gedächtnis-Ambulanzen”, “Gedächtnis-Sprechstunden” oder “Memory-Kliniken”.

WICHTIG: Wenn der Arzt eine Demenz diagnostiziert, ist es unbedingt notwendig, dass die Ursache abgeklärt wird. Denn es gibt einige wenige Demenzformen, die durch Stoffwechselerkrankungen oder Mangelzustände hervorgerufen werden, und die somit behandelbar, also heilbar sind.

Infoblätter der DAlzG - Das Wichtigste 3: Die Diagnose der Alzheimer-Krankheit